München, 3. Juli 2026 – Franz Kafka gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts – und auch zwei Jahrhunderte später als Inspirationsquelle für Dichter und Autoren. Anlässlich seines Geburtstags am 3. Juli 1883 steht unser Listicle ganz im Zeichen seines häufig verwendeten Motivs des Schwellenraums. Oftmals als Symbol genutzt, um zwei Welten miteinander zu verbinden oder den inneren Konflikt seiner Figuren zu verdeutlichen, sind die folgenden Orte eine Alltagsoase, in der man die Gedanken schweifen lassen kann. Weg vom Schreibtisch und hin zum Meeresrauschen an der Côte d’Azur, zur eindrucksvollen Silhouette der Täler von Kappadokien und weiter in die von Hortensien und Ginster dominierte Bretagne.
Zannier Île de Bendor, Frankreich: Auf den Spuren von Paul Ricards Künstlern
Licht, das sich über Stein legt, Wind, der durch offene Räume zieht. Und immer wieder das Meer, das nicht gegenüberliegt, sondern mehr als allgegenwärtiges Designelement fungiert. Dabei wirken markante von dunklen Akzenten gesetzte Rundbögen wie ein Bilderrahmen für den Blick nach draußen. Vor der Küste von Bandol liegt das neueröffnete Refugium von Zannier auf der Île de Bendor – eine Insel vor der Côte d’Azur, deren Vergangenheit bis heute spürbar ist. Als Paul Ricard sie in den 1950er Jahren erwarb, entwickelte sie sich zu einem Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle und Persönlichkeiten wie Salvador Dalí oder Josephine Baker. Diese kreative und beinahe mystische Atmosphäre wirkt bis heute nach. Die fünfjährige Renovierung der Insel greift ihre Geschichte auf, ohne ihren Charakter zu verändern. Inspiriert von den 1960er Jahren setzt das Design auf weiche Formen und eine zurückhaltende Farbpalette. Vielleicht ist genau das das eigentliche Prinzip dieser Insel: dass sie nichts trennt, sondern verbindet – Vergangenheit und Gegenwart, Innen und Außen. Weitere Informationen unter www.zannierhotels.com/hotels/bendor/.
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Relais & Châteaux Museum Hotel, Türkei: Über den Tälern Kappadokiens
Im türkischen Nevşehir gelegen, eröffnet sich vom Relais & Châteaux Museum Hotel der Blick auf eine der faszinierendsten Landschaften der Welt: Tuffsteinformationen, über Jahrtausende geformte Täler und ein Himmel, der sich bei Sonnenaufgang in warme Orange- und Rottöne färbt. Ein bekannter Postkartenmoment und dennoch jedes Mal aufs Neue faszinierend: Wenn Hunderte bunter Heißluftballons lautlos über die Vulkanlandschaft Kappadokiens schweben. Das Hotel ist dabei weit mehr als ein Aussichtspunkt auf diese außergewöhnliche Umgebung, es scheint aus ihr herauszuwachsen. Errichtet auf historischen Ruinen und teilweise in ehemaligen Höhlenbauten, macht es das archäologische Erbe der Region unmittelbar erlebbar. Und auch der Name ist Programm: Mehr als 30.000 türkische Kunstwerke und
Antiquitäten machen das Hotel zu einem lebendigen Museum, während das größte Bodenmosaik der Welt von der langen Geschichte des Ortes erzählt. So verschwimmen die Grenzen zwischen Landschaft, Architektur und Kultur auf besondere Weise. Und doch zieht es den Blick immer wieder nach draußen, wo sich die Weite Kappadokiens entfaltet und die Verbindung von Natur und Geschichte eindrucksvoll sichtbar wird. Weitere Informationen unter www.relaischateaux.com/de/hotel/museum-hotel/.
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Myconian Collection Panoptis Escape, Griechenland: Die Weite der Ägäis
Es ist die unmittelbare Nähe zum Meer, die den Charakter des Panoptis Escape prägt. Hoch über der Südküste von Mykonos gelegen, öffnen sich die Villen mit ihren privaten Pools und großzügigen Fensterfronten zur Ägäis. Der Name Panoptis Escape lässt sich sinngemäß als „der Ort, an dem der Mensch seinen Göttern begegnet“ verstehen – eine Vorstellung, die sich in der Weite der Landschaft widerspiegelt. Durch die erhöhte Hanglage scheint die Architektur beinahe über dem Wasser zu schweben, während sich der Horizont nahtlos mit dem Meer verbindet. Auch im Inneren bleibt diese Verbindung spürbar. Besonders beeindruckend sind die Fenster selbst: Die robusten Holzrahmen lassen den Blick auf die Ägäis wie ein gerahmtes Bild wirken. In den hellen Räume greifen weiße Wände und die warme Holzelemente die typische Formensprache Mykonos‘ auf und schaffen eine ruhige, reduzierte Atmosphäre. Das Interieur tritt bewusst in den Hintergrund und lässt Licht und Landschaft die Räume prägen, deren Stimmung sich mit dem Tagesverlauf stetig verändert. Weitere Informationen unter www.panoptisescapemykonos.com
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Relais & Châteaux Les Maisons de Bricourt, Frankreich: Im Wechsel der Gezeiten
Wie eine Postkarte aus einer anderen Zeit liegt das Château Richeux über der Bucht von Mont-Saint-Michel. Durch die Fenster fällt der Blick auf Strand, Meer und Horizont – eine Landschaft, die sich mit den Gezeiten unaufhörlich wandelt und doch zeitlos wirkt. Mit seiner eleganten Silhouette aus den 1920er Jahren thront das Anwesen über der bretonischen Küste und ist Teil der Relais & Châteaux Les Maisons de Bricourt der Familie Roellinger. Die Lage macht das Wechselspiel von Land und Meer unmittelbar erlebbar: Mal zieht sich das Wasser weit zurück und gibt die Weite der Bucht frei, dann kehrt es zurück und verändert die Szenerie erneut. Diese enge Verbindung zum Meer prägt nicht nur der Ausblick auf den Ärmelkanal, sondern das gesamte Haus. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies im Restaurant Le Coquillage. Küchenchef Hugo Roellinger versteht das Meer nicht nur als Zutat, sondern als Inspiration seiner gesamten Küche. Seit Jahren konzentriert er sich auf Fisch und Meeresfrüchte und ersetzt klassische Brühen durch seine „Eaux Marines“ – aromatische Fonds aus sechs verschiedenen, regionalen Seegrassorten. Fermentiert und getrocknet auf dem Anwesen, bringen sie die salzige, mineralische Note der bretonischen Küste auf den Teller. Ergänzt werden sie durch Obst, Gemüse, Kräuter und essbare Blüten aus den rund 4.000 Quadratmeter großen Gärten des Hauses. So setzt sich die Landschaft im Geschmack fort: Das Meer vor den Fenstern findet seinen Widerhall in den Aromen der Küche. Weitere Informationen unter www.relaischateaux.com/de/hotel/les-maisons-de-bricourt/.
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Son Bunyola, Mallorca: Ein Schritt, ein Gefühl: private Villen auf Mallorca
Es gibt wohl kaum ein besseres Gefühl als die ersten Sekunden nach der Rückkehr aus der Hitze. Die Haut ist noch warm von der Sonne und draußen flirrt die Luft. Dann öffnet sich eine schwere Tür. Mit einem Schritt über die Schwelle verändert sich die Temperatur, die Geräusche des Tages verstummen und die kühle Ruhe entfaltet ihren unmittelbaren Effekt. Auf Mallorca gehört dieses Gefühl seit jeher zu den stillen Qualitäten der alten Steinhäuser. Ihre dicken, jahrhundertealten Mauern, schattigen Innenhöfe und Terrakottaböden entstanden aus dem Bedürfnis, der Hitze des Sommers etwas entgegenzusetzen. Zu Son Bunyola gehören neben dem historischen Haupthaus aus dem 16. Jahrhundert auch die drei privaten Villen Sa Punta de S’Aguila, Sa Terra Rotja und Son Balagueret. Jede der Villen verfügt über einen eigenen Pool, großzügige Outdoor-Loungebereiche sowie vier bis fünf Schlafzimmer, während Naturstein, Terrakottaböden und grün gestrichene Fensterläden das warme, erdende Ambiente prägen. Verteilt zwischen Weinbergen, Zitrusbäumen und Trockensteinmauern am Fuß der Tramuntana erzählen die Häuser jene stille Geschichte mallorquinischer Landgüter weiter, in denen Architektur seit jeher Antwort auf Klima, Landschaft und das echte Leben ist. Weitere Informationen unter www.virginlimitededition.com/son-bunyola.
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COMO Cordeillan-Bages, Frankreich: Historisches Wahrzeichen inmitten des Médocs
Im COMO Cordeillan-Bages wird schon der Blick durch die Fenster zur Reise durch eine der berühmtesten Weinregionen Frankreichs. Das historische Anwesen im Médoc öffnet sich zu sorgfältig gepflegten Gärten und alten Rebstöcken rund um das nahegelegene Dorf Bages: Ein historisches Ensemble, das die Region seit Jahrhunderten charakterisiert. Ursprünglich als Weingut angelegt, wurde das Château Cordeillan in den 1980er Jahren von der Familie Cazes – die mit dem benachbarten Château Lynch-Bages auch eines der renommiertesten Grand Cru Classé-Weingüter des Médocs besitzt – in ein Hotel verwandelt. Seit dem 18. Jahrhundert ist die Landschaft rund um Pauillac eng mit den traditionsreichen Weingütern des Médocs verbunden, deren Weine Bordeaux weltweit bekannt machen. Die Neugestaltung des COMO Cordeillan-Bages durch die italienische Designerin Paola Navone verbindet zeitgenössische Eleganz mit der Geschichte des Hauses. Sie setzt bewusst auf lichtdurchflutete Räume und fließende Übergänge zwischen Innen und Außen, während die markanten Türme aus dem 17. Jahrhundert dem Anwesen bis heute seine unverwechselbare Silhouette verleihen. Wer durch die Türen des Anwesens tritt, erlebt die Weinwelt hautnah: Private Verkostungen, Radtouren durch die Reben oder Workshops, bei denen Gäste ihren eigenen Bordeaux-Cuvée kreieren, machen die Tradition des Médoc unmittelbar greifbar. Weitere Informationen unter www.comohotels.com/cordeillanbages.
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Ellerman House, Südafrika: Geschützte Historie und ungezähmte Weite
Manchmal bedarf es nur einer kleinen Geste, um eine völlig neue Perspektive einzunehmen. Im Ellerman House ist es das vertraute Geräusch von Holz auf Holz, wenn morgens die historischen Schiebefenster des herrschaftlichen Anwesens nach oben gleiten und eine frische, salzige Brise vom Atlantik in den Raum strömt. Hoch über Kapstadt, im Nobelviertel Bantry Bay gelegen, thront das Ellerman House wie der edle Hüter einer vergangenen Epoche. Die dunklen Holzrahmen fungieren hierbei als lebendige Bilderrahmen – als Schwelle zwischen geschützter Historie und der ungezähmten Weite des Kaps. Tief unten brandet der Ozean gegen die Felsen, während sich direkt vor dem Fenster ein terrassenförmiger Garten an den Hang schmiegt, der in Anlehnung an den berühmten Kirstenbosch National Botanic Garden mit endemischen Fynbos-Gewächsen und Silberbäumen gestaltet wurde. Ein Spaziergang durch diese grüne Oase führt Gäste tiefer in das Herz des Hauses, das die größte private Sammlung südafrikanischer Kunst beherbergt. Vorbei an zeitgenössischen Skulpturen, die im Garten einen stummen Dialog mit den brechenden Wellen des Ozeans führen, gelangt man schließlich zur hoteleigenen Art Gallery. Hier spiegelt ein Querschnitt aus über hundert Jahren einheimischer Kunstschöpfung die Seele und Entwicklung des Landes wider. Weitere Informationen unter www.ellerman.co.za.
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Cape Sounio, Griechenland: Blickachsen in die griechische Mythologie
Spektakulär auf einem Hügel über der glitzernden Ägäis gelegen, rahmen die großzügigen Glasfronten des Cape Sounio Resorts ein Panorama, das seit Jahrtausenden fasziniert: den legendären Tempel des Meeresgottes Poseidon. Suiten, Bungalows und Villen verschmelzen nahtlos mit der griechischen Natur: Großzügige Fensterfronten und weit geöffnete Türen lassen die Wohnbereiche fließend in die mediterrane Kulisse aus duftenden Pinienhainen und Sandstränden übergehen. Die Architektur wurde bewusst so gestaltet, dass der Blick stets nach draußen gelenkt wird. Statt Räume abzuschließen, öffnen Türen und Fenster immer eine neue Perspektive auf die Landschaft: mal auf das endlose Blau der Ägäis, mal auf die geschichtsträchtigen Marmorsäulen des Tempels, die in den Abendstunden in goldenes Licht getaucht werden. Diese visuelle Inszenierung setzt sich auch außerhalb der Unterkünfte fort: Im direkt am Wasser gelegenen Seafood-Restaurant „Yali“ geben die geöffneten Glasfronten den Blick auf die illuminierte Ruine frei und untermalen das Dinner direkt am Meer. Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Bauweise des Cape Sounio Resorts bei Nacht: Wenn der Vollmond von Sounion in einer perfekten Linie direkt hinter dem antiken Heiligtum aufgeht und das gesamte Kap in ein faszinierendes Mondlicht hüllt. Weitere Informationen unter www.capesounio.com.
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Almanac Palais Vienna, Österreich: Wiener Panorama mit Geschichte
Es ist, als hätte man eine exklusive Kabine in Jules Vernes fiktiver Nautilus bezogen – nur dass diese nicht durch die Tiefsee taucht, sondern als elegantes Luftschiff hoch über Wien schwebt: In der Palais Suite des Almanac Palais Vienna wird der Blick nach draußen zum cineastischen Erlebnis. Dieses architektonische Juwel ist tief in der Historie des Hauses verwurzelt, das aus zwei sorgsam miteinander verbundenen Ringstraßenpalais erwachsen ist. Schon das Entree zelebriert die kaiserliche Epoche: Gäste betreten das Hotel durch eine herrschaftliche Lobby, deren monumentale Deckenhöhen und filigrane Prunkverzierungen eine Welt von zeitloser Grandezza eröffnen. Umso faszinierender ist die völlig andere Welt, die sich hoch oben unter dem Dach offenbart. Abseits der klassischen Symmetrien verleiht die Palais Suite mit ihren originalgetreuen, kreisrunden Bullaugen-Fenstern ein Gefühl gemütlicher Geborgenheit. Die dicken Holzrahmen verwandeln den Erker zwischen Dachbalken in eine geschützte, hölzerne Raumkapsel. Es ist ein ebenso exzentrischer wie heimeliger Rückzugsort, an dem man sich mit einem Buch in die Nische zurückzieht und wie durch ein Periskop auf die Stadt blickt: Zwischen den Dächern der Wiener Altstadt ruht die smaragdgrüne Kuppel der Karlskirche perfekt zentriert in der runden Glasfront, als wäre sie ein exklusiv für diesen Moment gemaltes Kunstwerk. Weitere Informationen unter www.almanachotels.com.
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